Historischer Roman / Zeitgeschichte

Von mittelalterlichen Kathedralen (Die Säulen der Erde) über die Steinzeit (Stonehenge) bis zum 20. Jahrhundert: Historische Romane machen vergangene Epochen lebendig und spannend. Diese Bücher verbinden sorgfältig recherchierte Geschichte mit fesselnden Charakterschicksalen – ideal für alle, die beim Lesen in andere Zeiten reisen möchten.

Das Lied des Achill

von Madeline Miller

Eine große Liebe wächst im Schatten eines Krieges, den beide nicht überleben können.

Madeline Miller erzählt den Achill-Mythos aus einer neuen, intimen Perspektive und stellt Patroklos ins Zentrum der Handlung. Aus einer Ausgrenzung und frühen Verletzung heraus findet er ausgerechnet am Hof von Phthia zu dem strahlenden Achill, dessen Schicksal schon von den Göttern vorgezeichnet scheint. Was als stille Nähe beginnt, wird zu einer Beziehung, die stärker ist als Ehrgeiz, Ehre und Krieg. Doch der Ruf nach Ruhm und Trojas Fall zwingt beide in eine Welt aus Prophezeiungen, Machtspielen und Verlust.

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Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit

von Ken Follett

Joias Steintraum entzündet Krieg in der Jungstein-Ebene.

Feuersteinhauer Seft sucht bei der Sommersonnenwend Neen, findet aber Inspiration durch ihre visionäre Schwester Joia. Die Priesterin träumt von einem gigantischen Steinkreis als Zeitmesser für alle Stämme. Doch Dürre und Gewalt zwischen Hirten, Bauern und Waldleuten bedrohen ihr ambitioniertes Vorhaben von Anfang an.

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Lázár

von Nelio Biedermann

Eine Adelsfamilie, gefangen zwischen zwei Weltkriegen und der Frage, wem sie dienen soll.

Der junge Schweizer Schriftsteller Nelio Biedermann erzählt die Geschichte der ungarischen Adelsfamilie Lázár, deren Schicksal eng mit den Katastrophen des 20. Jahrhunderts verknüpft ist. Beginnend mit der Geburt des Sohnes Lajos von Lázár im frühen 20. Jahrhundert folgt der Roman drei Generationen durch Kriege, politische Umwälzungen und private Zerfallsprozesse. Die Lázárs bewegen sich zwischen Macht und Verantwortung, zwischen Tradition und Verrat, und bemerken nur zaghaft, wie sehr sie Teil der kollektiven Gewalt und Zerstörung werden. Während Europa zerbricht, bricht auch die Familie nach innen auseinander, und jeder Versuch, sich zu retten, führt nur tiefer in Schuld und Verstrickung.

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Das Haus der Türen

von Tan Twan Eng

Hinter kolonialen Fassaden verbergen sich Liebe, Schuld und gefährliche Wahrheiten.

Malaysia 1921, ein Haus voller Anstand, Schweigen und sorgfältig gehüteter Geheimnisse. Als der berühmte Schriftsteller Willie Somerset Maugham zu Besuch kommt, beginnt Lesley Hamlyn, ihm von ihrem Leben zu erzählen. Zwischen einer unglücklichen Ehe, einer vergangenen Affäre und politischer Verstrickung öffnet sich langsam eine zweite, verborgene Wirklichkeit. Je mehr Lesley preisgibt, desto deutlicher wird, wie teuer ein freies Leben in dieser Welt sein kann.

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Goldene Träume. Die Münchner Ärztinnen

von Ina Bach

Drei Frauen wagen 1898 in München das Unmögliche und fordern die Gesellschaft heraus.

München 1898, eine Zeit voller Regeln, Standesdenken und enger Grenzen für Frauen. Lulu, Elsa und Fanny könnten kaum unterschiedlicher sein, doch sie teilen denselben Traum, sie wollen Ärztinnen werden. Als Lulu sich gegen die Pläne ihres Vaters stellt, wächst aus einer persönlichen Rebellion ein gemeinsamer Kampf. Was als Hoffnung beginnt, wird schnell zu einer Prüfung von Mut, Freundschaft und Durchhaltevermögen.

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Das Café ohne Namen

von Robert Seethaler

Ein namenloses Café wird zum Zufluchtsort einer ganzen Stadt im Umbruch.

1966 eröffnet Robert Simon in Wien ein kleines Café und wagt damit einen Neuanfang. Was zunächst unscheinbar wirkt, zieht nach und nach Menschen aus dem Viertel an, die ihre Sorgen, Hoffnungen und Enttäuschungen mitbringen. Über Jahre entsteht so ein stilles Panorama des Alltags in einer sich verändernden Stadt. Der Roman erzählt davon, wie aus einem Ort der Arbeit ein Ort menschlicher Nähe wird.

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Das Narrenschiff

von Christoph Hein

Ein Staat verspricht Zukunft und endet als Schiff voller blinder Ideale.

Christoph Hein erzählt die Geschichte der DDR von ihrer Gründung bis zu ihrem Zerfall. Im Mittelpunkt stehen Frauen und Männer, denen in diesem neuen Staat ganz unterschiedliche Rollen zufallen. Über Jahrzehnte geraten ihre Hoffnungen, Karrieren und Loyalitäten unter den Druck einer politischen Ordnung, die immer stärker ins Scheitern driftet.

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Im Nordwind

von Miriam Georg

Eine Frau will frei sein, doch ihr Mann und die Zeit lassen das kaum zu.

Hamburg, 1913. Alice lebt mit ihrer Tochter Rosa in bitterer Armut und unter der Gewalt ihres Ehemanns Henk. Als sie erkennt, dass sie ihr Kind kaum noch schützen kann, wagt sie einen gefährlichen Schritt. Gleichzeitig gerät mit dem Anwalt John Reeven eine zweite Welt ins Blickfeld, die von Sicherheit, Stand und Vernunft geprägt ist. Zwei Lebenswelten stoßen aufeinander, und aus diesem Zusammenprall entsteht ein dramatischer Konflikt um Freiheit und Selbstbestimmung.

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Lindt & Sprüngli

von Lisa Graf

Eine Schokoladenträumerei wird zum Familienkampf um Liebe, Ehrgeiz und Zukunft.

Im Zürich des Jahres 1826 beginnt für Rudolf Sprüngli alles mit einer Tafel Schokolade am Krankenbett seiner Mutter. Aus dem kindlichen Wunsch wird ein Lebensziel, das ihn nie mehr loslässt. Jahre später steht nicht nur sein Traum von einer Confiserie im Raum, sondern auch die Frage, ob Liebe und Ehrgeiz zusammenfinden können. Während sich neue Wege auftun, drohen alte Bindungen und private Entscheidungen alles zu verkomplizieren.

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Um jeden Preis

von Hera Lind

Sechzehnjährige Lydia wird nach Sibirien deportiert – kämpft 24 Jahre um Freiheit für ihre sechs Kinder.

1944 flieht die 16-jährige Schwarzmeer-Deutsche Lydia vor der Roten Armee aus Odessa, wird jedoch zurückgeholt und in den sibirischen Gulag verschleppt. Zwölf Jahre ringt sie unter unmenschlichen Bedingungen ums Überleben, wird Mutter von acht Kindern, von denen sechs durchkommen. Nach der Entlassung irrt sie weitere zwölf Jahre durch die Sowjetunion, getrieben vom Traum, mit ihrer Familie nach Westdeutschland zu gelangen.

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