Figuren entwickeln durch Handlungen: Show, don’t tell für Anfänger (inkl. 10-Minuten-Challenge)

17. September 2024 | Charakterentwicklung

Figuren entwickeln fällt vielen Anfängern schwer.
Doch es gibt eine einfache Technik: Show, don’t tell. Statt dem Leser zu sagen „Emma ist mutig“, zeigst Du es durch Handlungen: Emma springt ohne Zögern ins eiskalte Wasser, um das Kind zu retten. In diesem Artikel lernst Du, wie Du Figuren durch Handlungen charakterisierst – mit praktischen Tipps und Übungen.

In der Welt des Schreibens gibt es eine alte Weisheit: „Show, don’t tell.“ Das bedeutet, dass man den Leser nicht einfach nur darüber informiert, wer oder was eine Figur ist, sondern es ihm zeigt. Und wie zeigen wir das am besten? Durch die Handlungen der Figuren! Du stehst vielleicht vor der Herausforderung, Deine Figuren so lebendig und authentisch wie möglich darzustellen. In diesem Beitrag möchte ich Dir einmal zeigen, wie Du durch die Handlungen Deiner Figuren deren Persönlichkeit, Werte und Emotionen auf eine Weise enthüllst, die Deine Leser fesselt und gleichzeitig natürlich auch Deine Geschichten bereichert.

Vielleicht hast Du auch das schon einmal gehört: „Handlungen sprechen lauter als Worte.“ Dieser Spruch trifft auch im Schreiben zu. Eine Figur kann Dir alles Mögliche erzählen, aber es sind ihre Handlungen, die wirklich offenbaren, wer sie ist. Möglicherweise stehst Du gerade vor der Herausforderung, Deine Figuren zu entwickeln, ohne in Klischees zu verfallen oder langweilige Erklärungen abzugeben. Deshalb möchte ich Dir helfen, einen der effektivsten Ansätze zu meistern: die Kunst, Figuren durch ihre Handlungen zu definieren.

Diese Technik bietet zwei entscheidende Vorteile:

  • Stärke und Lebendigkeit deiner Figuren: Durch ihre Handlungen werden sie für den Leser greifbar und nachvollziehbar.
  • Spannung und Dynamik in der Geschichte: Handlungen treiben die Handlung voran und machen die Geschichte lebendig.

Ob du gerade erst mit dem Schreiben beginnst oder schon erste Texte verfasst hast, dieser Beitrag wird Dir zeigen, wie Du das Verhalten Deiner Figuren so gestalten kannst, dass es ihre Persönlichkeit widerspiegelt.

Warum Figuren entwickeln durch Handlungen funktioniert

Wenn es darum geht, eine Figur zu entwickeln, gibt es eine Vielzahl von Werkzeugen in Deinem Autoren-Werkzeugkasten. Du kannst äußere Beschreibungen verwenden, Dialoge schreiben oder direkt in die Gedankenwelt Deiner Figuren eintauchen. Doch keine dieser Methoden ist so kraftvoll wie die Darstellung von Handlungen.

Warum?

Sie haben die einzigartige Fähigkeit, die innersten Aspekte einer Figur zu enthüllen, ohne dass es explizit gesagt werden muss.

Figuren entwickeln

Das Prinzip „Show, don’t tell“

Du hast sicher auch schon einmal vom Grundsatz „Show, don’t tell“ gehört. Dieser Satz mag einfach erscheinen, aber er trägt eine immense Bedeutung. Wenn wir schreiben, erzählen wir eine Geschichte. Aber anstatt dem Leser nur Informationen zu geben, wie ein Lehrer in einem Klassenzimmer, laden wir ihn ein, die Geschichte zu erleben. Und das geht am besten, indem wir ihm zeigen, was passiert, anstatt ihm nur zu sagen, was geschieht.

Wenn Du beispielsweise eine Figur hast, die mutig ist, kannst Du das dem Leser direkt mitteilen, indem Du schreibst: „John war mutig.“ Aber dieser Satz ist flach und lässt den Leser kalt. Stattdessen könntest Du John in eine gefährliche Situation bringen, in der er ohne zu zögern handelt, um anderen zu helfen – das zeigt dem Leser, dass John mutig ist, und der Leser fühlt gleichzeitig mit ihm mit. Diese Methode ist nicht nur effektiver, sondern auch eindrucksvoller. Sie lässt den Leser die Geschichte erleben, anstatt sie nur zu lesen.

Handlungen als Fenster zur Persönlichkeit

Handlungen sind der direkte Ausdruck dessen, was eine Figur denkt, fühlt und glaubt. Wie eine Figur handelt, ist oft ein klarer Indikator für ihre inneren Überzeugungen und Konflikte. Es verrät viel über ihre inneren Werte, Wünsche und Ängste. Eine Handlung kann also viel tiefer in die Psyche einer Figur eintauchen, als es ein einfacher Satz jemals könnte.

Eine Figur, die zum Beispiel regelmäßig anderen hilft, auch wenn es ihr selbst schadet, zeigt durch ihre Handlungen, dass sie selbstlos ist – vielleicht sogar zu selbstlos. Eine andere Figur, die stets das Gesetz bricht, um ihre Ziele zu erreichen, könnte als rebellisch oder skrupellos wahrgenommen werden. Durch Handlungen machst Du die inneren Konflikte und Motivationen deiner Figuren sichtbar.

Beispielhafte Analyse

Um das besser zu veranschaulichen, schauen wir uns das mal an einem konkreten Beispiel an:

Wir haben Frodo Beutlin aus „Der Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien. Frodos Charakter wird nicht durch ewig lange Beschreibungen definiert, sondern vielmehr durch seine Handlungen. Er zögert nicht, den Ring an sich zu nehmen und die gefährliche Reise zu unternehmen, obwohl er oftmals große Angst hat. Diese Handlung zeigt seine innere Stärke und seinen Mut. Hätte Tolkien einfach nur gesagt, dass Frodo mutig ist, wäre es weniger eindrucksvoll gewesen. Durch Frodos Taten wird sein Charakter für den Leser erst richtig greifbar und real.

Actionszene

Wie Du mit Show don’t tell Charaktere lebendig machst

Handlungen sind ein vielseitiges Werkzeug, das Dir hilft, viele verschiedene Aspekte einer Figur zu definieren. Handlungen können dabei so vielschichtig wie die Figuren sein, die sie ausführen. Doch wie stellst Du durch das Verhalten Deiner Figuren ihre Moral, ihre inneren Konflikte und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte am besten dar?

Moral und Werte der Figuren

Unsere Entscheidungen und Taten sagen oft mehr über unsere ethischen Überzeugungen aus, als Worte es jemals könnten. Im Leben, ebenso wie in Geschichten, zeigen Handlungen, was einer Person wirklich wichtig ist.

Denke mal an eine Figur, die in einer moralischen Zwickmühle steckt. Sie hat die Möglichkeit, durch eine unehrliche Handlung großen persönlichen Gewinn zu erzielen. Wie sie sich entscheidet, enthüllt ihre wahre Natur. Wenn sie sich dafür entscheidet, ehrlich zu bleiben, selbst wenn es ihr schadet, zeigt das dem Leser, dass sie einen starken moralischen Kompass hat. Ein anderes Beispiel könnte eine Figur sein, die ihren Wohlstand opfert, um anderen zu helfen. Diese Handlung zeigt, dass sie Großzügigkeit und Mitgefühl über persönlichen Gewinn stellt.

In Deiner eigenen Arbeit kannst Du ähnliche moralische Prüfungen verwenden, um Deine Figuren zu definieren. Du könntest zum Beispiel einen Charakter in eine Situation bringen, in der er die Wahl zwischen Rache und Vergebung hat. Die Entscheidung, die er trifft, zeigt, ob er von Wut oder Mitgefühl geleitet wird. Solche Entscheidungen machen Figuren glaubwürdig und komplex, weil sie den Leser zwingen, sich ebenfalls mit den moralischen Fragen auseinanderzusetzen, die die Handlung aufwirft.

Emotionen und innere Konflikte

Emotionen sind oft schwer in Worte zu fassen, aber durch das Verhalten einer Figur kannst Du dem Leser ein tiefes Verständnis für ihre innere Welt vermitteln. Eine Figur, die nervös mit ihren Händen spielt, könnte ihre Angst oder Unsicherheit zum Ausdruck bringen. Eine andere Figur, die in einer hitzigen Diskussion schweigt, könnte ihren inneren Kampf zwischen Wut und dem Wunsch, die Fassung zu bewahren, zeigen.

Innere Konflikte können ebenfalls durch Handlungen offenbart werden. Ein Charakter, der zwischen zwei gegensätzlichen Wünschen oder Überzeugungen hin- und hergerissen ist, kann dies durch ein widersprüchliches Verhalten zeigen. Vielleicht sagt er etwas, handelt aber anders. Oder er zögert, eine Entscheidung zu treffen, und seine Unsicherheit zeigt sich in kleinen Gesten – wie dem ständigen Blick auf die Uhr oder dem wiederholten Wechseln der Sitzposition. Solche Handlungen lassen den Leser den inneren Kampf der Figur miterleben.

Entwicklung und Veränderung von Figuren

Die Handlung von Figuren kann ebenso den inneren und äußeren Wandel im Laufe der Geschichte verdeutlichen.

Zu Beginn einer Geschichte könnte eine Figur zögerlich und unsicher sein. Ihre Handlungen spiegeln dies wider – vielleicht zieht sie sich zurück, vermeidet Konflikte oder gibt leicht nach. Doch im Verlauf der Geschichte, durch Herausforderungen und Erfahrungen, beginnt sich diese Figur zu verändern. Ihre Handlungen werden mutiger, entschlossener, und sie beginnt, für das einzustehen, woran sie glaubt. Diese Transformation ist nicht nur in den Worten sichtbar, sondern vor allem in den Taten der Figur.

Figuren und Handlungen entwickeln

5 Praktische Tipps zur Entwicklung von Figuren

Tipp 1: Vermeidung von Klischees

Eine der größten Herausforderungen beim Schreiben ist es, Klischees zu vermeiden. Klischees sind Handlungen oder Charakterzüge, die so oft verwendet wurden, dass sie vorhersehbar und langweilig wirken. Ein Beispiel wäre der böse Bösewicht, der ständig nur lacht und seine Hände reibt, oder die Person, die immer gerettet werden muss. Um Klischees zu vermeiden, überlege Dir daher einzigartige Handlungen, die Deine Figuren von den üblichen Stereotypen abheben. Anstatt den Bösewicht immer nur böse handeln zu lassen, gib ihm eine Handlung, die ihn menschlicher macht – vielleicht kümmert er sich liebevoll um ein Haustier oder zeigt Mitgefühl in einer unerwarteten Situation. Solche Nuancen machen Figuren frischer und interessanter.

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Tipp 2: Handlungen, die überraschen

Überraschung ist ein starkes Werkzeug in der Charakterisierung. Wenn eine Figur etwas macht, das unerwartet ist, kann das den Leser dazu bringen, genauer hinzusehen und sich mehr mit der Figur auseinanderzusetzen. Vielleicht hast Du eine Figur, die auf den ersten Blick ruhig und zurückhaltend wirkt, doch plötzlich zeigt sie in einer bestimmten Situation eine unerwartete Entschlossenheit oder Wildheit. Solche Handlungen fügen einer Figur Tiefe hinzu und machen sie wiederrum interessanter.

Ein Beispiel könnte eine ältere Frau sein, die in einer Geschichte als sanft und gütig dargestellt wird, aber plötzlich einen Einbrecher in ihrem Haus mit einem Baseballschläger angreift. Diese unerwartete Handlung zeigt, dass sie nicht nur eine sanfte, sondern auch eine entschlossene und mutige Seite hat, die der Leser vielleicht nicht erwartet hat. Solche Überraschungsmomente können dazu beitragen, Klischees zu vermeiden und Deine Figuren lebendig zu halten.

Tipp 3: Kleinigkeiten mit großer Wirkung

Nicht alle Handlungen müssen groß oder dramatisch sein, um eine Figur zu definieren. Manchmal sind es die kleinen Gesten, die die tiefsten Einblicke in eine Figur geben. Ein schüchterner Blick, das unauffällige Zurückweichen vor einer unerwünschten Berührung, oder das vorsichtige Aufstellen eines Fotos auf einem Nachttisch. Solche scheinbar kleinen Handlungen können viel über die Persönlichkeit Deiner Figuren verraten, ohne dass Du sie direkt beschreiben musst.

Tipp 4: Handlungen und Dialoge

Handlungen und Dialoge gehen oft Hand in Hand. Dabei verstärken sie sich gegenseitig und machen die Charakterisierung einer Figur noch detailreicher.

Ein Beispiel könnte eine Figur sein, die sagt, dass sie keine Angst hat, aber ihre Hände zittern und ihre Stimme bricht. Diese Kombination aus Dialog und Handlung zeigt dem Leser, dass die Figur versucht, ihre Angst zu verbergen, was eine zusätzliche Dimension ihrer Persönlichkeit offenbart. Wenn also eine Figur etwas sagt, aber durch ihre Handlungen das Gegenteil zeigt, weist man darauf hin, dass der Charakter gerade zum Beispiel etwas verbergen möchte.

Tipp 5: Einzigartigkeit durch Handlungen

Jede Figur sollte sich von den anderen unterscheiden. Dabei können Handlungen diese Einzigartigkeit zusätzlich betonen. Denke deshalb darüber nach, wie Deine Figur in bestimmten Situationen handeln würde, und überlege, was sie von anderen unterscheidet. Wenn Du eine Figur hast, die auf ungewöhnliche Weise handelt, wird sie dem Leser stärker in Erinnerung bleiben.

Wie wäre es mit einer Figur, die bei Stress nicht wie üblich reagiert, indem sie nervös wird, sondern anfängt, Origami-Tiere zu falten. Diese ungewöhnliche Handlung gibt der Figur nicht nur eine besondere Eigenart, sondern kann auch tiefergehende Einsichten in ihre Persönlichkeit geben – vielleicht ist sie besonders detailorientiert oder sucht nach Kontrolle in chaotischen Situationen. Solche einzigartigen Handlungen verleihen Deinen Figuren eine besondere Note, die sie von den Standardcharakteren abhebt.

Einsame Person in der Gasse

Die 10-Minuten Charakterisierungs-Challenge

Jetzt wird es praktisch! Diese Übung hilft Dir, das „Show, don’t tell“-Prinzip konkret anzuwenden. Du brauchst nur 10 Minuten und ein leeres Dokument.

Schritt 1: Wähle eine Emotion

Entscheide Dich für eine der folgenden Emotionen: Nervosität, Trauer, Wut oder Freude.

Schritt 2: Stell Dir diese Szene vor

Deine Figur (nenne sie spontan!) kommt nach einem langen Arbeitstag nach Hause. Sie öffnet die Wohnungstür.

Schritt 3: Beschreibe 5 konkrete Handlungen

Schreibe 5 Handlungen auf, die zeigen, wie sich Deine Figur fühlt – OHNE die Emotion direkt zu nennen. Nutze:

 

  • Was macht die Figur mit ihren Händen?
  • Wohin geht sie zuerst?
  • Wie bewegt sie sich (schnell, langsam, zögernd)?
  • Was tut sie mit Gegenständen (Schlüssel, Tasche, Jacke)?
  • Welche kleinen Gesten verraten ihre Stimmung?

Schritt 4: Schreibe es auf

Formuliere die Szene in 3-5 Sätzen. Vermeide Wörter wie „nervös“, „traurig“, „wütend“ oder „fröhlich“.

Beispiel (Emotion: Nervosität)

Lisa drückte die Tür auf und blieb im Flur stehen. Ihr Blick huschte zum Telefon auf dem Sideboard. Sie ließ ihre Tasche fallen, hob sie wieder auf und stellte sie ab – diesmal sorgfältiger. Dann zog sie ihr Handy aus der Jackentasche, starrte auf den Bildschirm und schob es zurück, ohne es entsperrt zu haben. Ihre Finger trommelten gegen ihren Oberschenkel, während sie zur Küche ging.

Siehst Du? Wir haben nie „nervös“ geschrieben, aber der Leser spürt Lisas Unruhe durch ihre Handlungen: das Fallenlassen der Tasche, das wiederholte Checken des Handys, das Fingertrommel. Das ist Show, don’t tell in Aktion!

Erweiterung (Optional)

Nimm dieselbe Figur, aber eine ANDERE Emotion. Wie würde Lisa nach Hause kommen, wenn sie wütend wäre? Oder überglücklich? Schreib 3 weitere Versionen – Du wirst merken, wie unterschiedlich dieselbe Szene wirken kann!

Tipp

Teile Deine Übung gerne in den Kommentaren! Ich bin gespannt, welche Emotionen Du in Handlungen verwandelst.

FAQ: Die häufigsten Fragen zu Figuren entwickeln durch Handlungen

Was bedeutet „Show, don’t tell“ beim Schreiben?

„Show, don’t tell“ bedeutet, dass Du nicht schreibst „Anna war wütend“, sondern zeigst, wie sich Annas Wut äußert: Sie knallt die Tür zu, ballt die Fäuste oder spricht mit gepresster Stimme. Statt dem Leser zu SAGEN, was eine Figur fühlt oder ist, ZEIGST Du es durch konkrete Handlungen, Gesten und Verhalten. So erlebt der Leser die Geschichte intensiver und kann sich selbst ein Bild machen.

Wie zeige ich Emotionen durch Handlungen?

Emotionen zeigst Du über körperliche Reaktionen und Verhalten: Nervosität kann sich in zitternden Händen, vermiedenem Blickkontakt oder Herumspielen mit einem Stift äußern. Freude zeigt sich vielleicht in einem spontanen Lachen, federnden Schritten oder dem Umarmen anderer. Beobachte im echten Leben, wie Menschen ihre Gefühle unbewusst durch Gestik, Mimik und Handlungen ausdrücken – und nutze diese Details in Deinen Texten.

Wie vermeide ich Klischees bei meinen Figuren?

Vermeide Klischees, indem Du Deinen Figuren unerwartete oder widersprüchliche Eigenschaften gibst. Der harte Actionheld könnte heimlich Gedichte schreiben. Die schüchterne Bibliothekarin könnte Extremsportarten lieben. Überlege Dir: Was würde der Leser NICHT erwarten? Gib Deinen Figuren kleine Macken, überraschende Gewohnheiten oder ungewöhnliche Reaktionen in bestimmten Situationen. Das macht sie menschlich und interessant.

Müssen alle Handlungen meiner Figur dramatisch sein?

Nein, ganz im Gegenteil! Oft sind es die kleinen, unauffälligen Gesten, die am meisten über eine Figur verraten: Wie jemand seinen Kaffee umrührt, ob er beim Reden den Blickkontakt hält, wie er auf eine Umarmung reagiert. Diese subtilen Handlungen bauen Figuren oft glaubwürdiger auf als große Actionszenen. Nutze eine Mischung aus kleinen Alltagsgesten und wichtigen Entscheidungen, um Deine Figuren lebendig zu machen.

Wie entwickle ich Figuren, die sich im Laufe der Geschichte verändern?

Zeige die Veränderung durch unterschiedliche Handlungen am Anfang und Ende der Geschichte. Eine anfangs ängstliche Figur weicht vielleicht zurück, vermeidet Konfrontationen und schweigt bei Unrecht. Nach ihrer Entwicklung steht sie für ihre Überzeugungen ein, spricht laut aus, was sie denkt, und stellt sich Herausforderungen. Diese Transformation wird für den Leser greifbar, wenn Du sie nicht nur beschreibst, sondern durch konkretes, verändertes Verhalten zeigst.

Die berühmten Schlussgedanken

Die Kunst, Figuren durch ihre Handlungen zu definieren, ist eine Fähigkeit, die mit Übung immer besser wird. Anfangs mag es schwierig sein, die richtigen Handlungen zu finden, aber je mehr Du Dich damit beschäftigst, desto intuitiver wird es Dir gelingen. Vergiss nicht, dass jeder Schritt in Deinem Schreibprozess Dich näher an Dein Ziel bringt: überzeugende, lebendige Figuren zu erschaffen, die Deine Leser nicht so schnell vergessen werden.

Jetzt bist Du nochmal dran! Überlege Dir gerne einmal eine Szene, in der Deine Hauptfigur durch ihre Handlungen definiert wird. Schreib diese Szene und teile sie in den Kommentaren. Ich bin gespannt, wie Du es umsetzt!

Oder hast Du eigene Tipps und Tricks, wie man Figuren durch Handlungen definiert? Teile auch diese gerne mit uns!

Schreib weiter und lass deine Figuren durch ihre Taten lebendig werden!

Viel Spaß dabei und „happy writing“!

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Autor & Schreibcoach

Sven lebt in Südniedersachsen und hat den Sprung ins Ungewisse gewagt, um Träume in Worte zu fassen. Aus einem stillen Verlangen wurde eine Leidenschaft: Geschichten zu erschaffen, die berühren, unterhalten und zum Nachdenken anregen.

Mit seinem Buch „Hilfe! Ich werde Schriftsteller“ und dem Blog „Kreative Schreibwelt“ begleitet er Dich auf Deiner eigenen Reise zum Autor. Hier teilt er nicht nur Techniken und Erfolge, sondern vor allem die echten Zweifel und Herausforderungen auf dem Weg.

Denn Schreiben ist mehr als nur Worte aufs Papier zu bringen: Es ist Dein Abenteuer!

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