Pause
von Lena Kupke
Nach einem Zusammenbruch kehrt sie mit 36 zurück ins Elternhaus – und muss alte Wunden heilen.
Der Tag, als die Notärztin kam, war der Tag, an dem Hanna wieder zu ihren Eltern gezogen ist. Mit sechsunddreißig zieht sie Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist. Doch wie soll ein Familienalltag funktionieren mit drei erwachsenen Menschen, die Konflikte lieber unter den Teppich kehren? Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, sich selbst zu heilen.
Mit gnadenloser Ehrlichkeit und einer zart-witzigen Sprache erzählt Lena Kupke die Geschichte der 36-jährigen Illustratorin Hanna, die nach einem Ohnmachtsanfall im Krankenhaus aufwacht und elend fühlt. Ihr Lebensgefährte Paul hat weder Zeit noch Lust, sie abzuholen, also landet sie bei ihren Eltern in der Kleinstadt Lüneburg, genau dort, wo sie aufgewachsen ist. Was als vorübergehende Auszeit gedacht war, entwickelt sich zu einer notwendigen Confrontation mit sich selbst und ihrer Familie.
Hanna will so schnell wie möglich zurück nach Berlin, in ihre gemeinsame Wohnung, zu ihrem Job, ihrem gewohnten Alltag. Doch ihr Körper spielt einfach nicht mit. Immer wieder hat sie Panikattacken und Weinkrämpfe, das Leben im Elternhaus katapultiert sie zurück in die Kindheit und alte Muster tauchen plötzlich wieder auf. Die Familie kehrte seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich, statt sie zu klären, und nun müssen alle drei erwachsenen Menschen einen neuen Weg finden. Kupke zeigt einfühlsam, welche Auswirkungen ein psychischer Kollaps hat und wie schwer es sein kann, Hilfe einzufordern und anzunehmen. Gleichzeitig entdeckt Hanna, dass einen die Liebe auch in den hilflosesten Momenten findet. Der Debütroman ist berührend ohne pathetisch zu sein und schafft die perfekte Balance zwischen unterhaltsamer Gegenwartsliteratur und einem wichtigen Mental-Health-Check.
Warum ich dieses Buch empfehle
Pause ist ein bemerkenswert ehrliches Debüt, das trotz schwerer Themen wie Burnout, familiären Zusammenbrüchen und Selbstfindung mit einer großen Portion Humor aufwartet. Lena Kupke, bekannte Stand-up-Comedienne, schreibt in einer unglaublich nahbaren und lebensnahen Sprache, die den Leser sofort packt. Das Buch eignet sich besonders für alle, die sich in перегерtheit und Überforderung wiedererkennen, für Fans von zeitgenössischer deutscher Literatur und für Leser, die Bücher schätzen, die nicht laut daherkommen, sondern einen ganz leise packen und dann tief verletzen. Besonders stark ist die authentische Darstellung von mentaler Gesundheit und die feine Zeichnung komplexer Familienbeziehungen. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und gleichzeitig Trost spendet.
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Sven
Autor & Schreibcoach
Sven lebt in Südniedersachsen und hat den Sprung ins Ungewisse gewagt, um Träume in Worte zu fassen. Aus einem stillen Verlangen wurde eine Leidenschaft: Geschichten zu erschaffen, die berühren, unterhalten und zum Nachdenken anregen.
Mit seinem Buch „Hilfe! Ich werde Schriftsteller“ und dem Blog „Kreative Schreibwelt“ begleitet er Dich auf Deiner eigenen Reise zum Autor. Hier teilt er nicht nur Techniken und Erfolge, sondern vor allem die echten Zweifel und Herausforderungen auf dem Weg.
Denn Schreiben ist mehr als nur Worte aufs Papier zu bringen: Es ist Dein Abenteuer!
